Philippus-Gemeinde gewinnt digitalen Medienpreis

Unsere Gemeinde hat mit dem Instagram-Account @raderbergundthal den erstmalig ausgerichteten Medienpreis der Evangelischen Kirche im Rheinland gewonnen.

Präses Manfred Rekowski übergab die Preise am Mittwoch, 14. März 2018 in Köln. Unter insgesamt 26 Einreichungen wurde unser Projekt durch das unabhängige Urteil einer fachkundigen Jury ausgewählt. Der Preis war mit 1.000 Euro dotiert, die dem Projekt zugutekommen werden.

Den zweiten Preis gewann die Jugendarbeit des Kirchenkreises Saar-West für ein Partnerschaftsprojekt, bei dem Jugendliche aus dem Saarland und dem Kongo über Videokonferenzschaltung gemeinsam Gottesdienste feiern und einander begegnen. Der Evangelischen Kirchengemeinde Hilden wurde für die Website www.evangelisches-hilden.de der 3. Preis verliehen. Alle Preisgelder stellte die Wilhelm-Schrader-Stiftung zur Verfügung.

Aus der Begründung der Jury:

Das auf Instagram im Januar 2018 gestartete Projekt zeichnet sich unter den Social-Media-Einreichungen durch besondere Stimmigkeit aus. Die Jury hob hervor, dass @raderbergundthal als originäres Social-Media-Projekt genau für den gewählten Social-Media-Kanal, d. h. für Instagram, konzipiert und gedacht ist. Die Bildsprache mit den gut gestalteten Porträt-Aufnahmen hat eine hohe Passgenauigkeit für diesen Kanal.

Dabei richtet sich das Projekt an eine geografisch kleine Zielgruppe. @raderbergundthal möchte einen Beitrag dazu leisten, die Evangelische Philippus-Gemeinde Köln-Raderthal im Stadtteil sichtbar zu machen. Im eingereichten Exposé wird die Situation so beschrieben: „Die Philippus-Gemeinde ist eingefasst von größeren Kirchengemeinden in unmittelbarer Nachbarschaft wie Zollstock, Marienburg und der Südstadt. Je nachdem, wo man wohnt, ist somit die Situation gegeben, dass die nächstgelegene Kirche nicht die Philippus-Kirche ist. […] Neue Gemeindemitglieder, die sogenannten Neuzugezogenen, sollen den Weg in die Philippus-Gemeinde finden.“ Unter den Neuzugezogenen sind überproportional viele junge Menschen und Familien. Diese Zielgruppe ist über Internet und soziale Medien gut erreichbar, so die Initiatoren. Im Blick auf diese Zielgruppe hat die Gemeinde

Instagram als Kanal gewählt und sich dabei an dem Instagram-Account „Humans of NY“ (@humansofny) orientiert. Die Initiatoren charakterisieren diesen Kanal wie folgt: @humansofny wurde 2010 von dem Fotografen Brandon Stanton gestartet, hat mittlerweile über sieben Millionen Follower auf Instagram, mit mehr als 4000 Beiträgen über Menschen, die in New York leben. Dabei geht es um Momentaufnahmen, nicht um ausführliche Darstellung einer Person.

Die Geschichten, die @raderbergundthal aus dem Kölner Stadtteil erzählt, sind keine Insider-Geschichten, sondern Geschichten von Personen aus dem Wohngebiet, die Lust machen, mehr über sie zu erfahren. Kirchenmitgliedschaft ist weder Voraussetzung für ein Porträt noch für ein Interesse an dem Kanal. @raderbergundthal möchte mit seinen kleinen Porträts Menschen im Stadtteil erreichen, miteinander und mit der Gemeinde ins Gespräch bringen. Die Jury hält dieses Konzept für sehr überzeugend und wünscht dem im Januar gestarteten Projekt viel Erfolg.

Kontakt zum Projektteam:

Holger Geißler  und Johanna Phan